Gemeinschaftspraxis
Choralschola
Philosophie
I. Kant
C.v. Clausewitz


Texte, die mir wichtig sind:

 

 

Ernst Bloch das Prinzip Hoffnung

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.
Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern.


Hoffen, über dem Fürchten gelegen, ist weder passiv wie dieses, noch gar in ein Nichts gesperrt.

 
Der Affekt des Hoffens geht aus sich heraus, macht die Menschen weit, statt sie zu verengen, kann gar nicht genug von dem wissen, sie inwendig gezielt macht, was ihnen auswendig verbündet sein mag.


Die Arbeit in dieses Affekts verlangt Menschen, die sich ins Werdende tätig hineinwerfen, zu dem sie selber gehören.
Sie erträgt kein Hundeleben, dass sich ins Seiende nur passiv geworfen fühlt, in Undurchschautes, gar jämmerlich anerkanntes.


Die Arbeit gegen die Lebensangst und die Umtriebe der Furcht ist gegen ihre Urheber, ihre großenteils sehr aufzeigbaren, und sie sucht in der Welt selber, was der Welt hilft, es ist findbar.


Wie reich wurde allzeit davon geträumt, vom besseren Leben geträumt, das möglich wäre.


Das Leben aller Menschen ist von Tagträumen durchzogen,
darin ist ein Teil lediglich Schale, auch entnervende Flucht, auch Beute für Betrüger, aber ein anderer Teil reizt auf,
lässt mit dem schlecht vorhandenen sich nicht abfinden, lässt eben nicht entsagen.


Dieser andere Teil hat das Hoffen im Kern, und er ist lehrbar.


Er kann aus dem ungeregelten Tagtraum, wie aus dessen schlauen Missbrauch herausgeholt werden, ist ohne Dunst aktivierbar.


Kein Mensch lebte je ohne Tagträume, es kommt aber darauf an, sich immer weiter zu kennen und dadurch  unbetrüblich, hilfreich, aufs rechte gezielt zu halten.
Möchten die Tagträume noch voller werden, denn es bedeutet, dass sie genau um den nüchternen Blick bereichern, nicht im Sinn der Verstärkung, sondern des Hellwerdens.


Nicht im Sinn des bloß betrachtenden Verstandes, der die Dinge nimmt, wie sie gerade sind und stehen. Mögen die Tagträume also wirklich voller werden, das ist, heller, umbeliebiger,  bekannter, begriffener und mit dem Lauf der Dinge vermittelter.

 

Damit der Weizen, der reifen will, befördert und abgeholt werden kann.

 

 

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